Optimus – Der Roboter, der die Welt verändern soll (angeblich)

Die Versprechen

Elon Musk hat große Pläne mit seinem humanoiden Roboter Optimus. Er soll bald in Teslas Fabriken arbeiten, irgendwann im Haushalt helfen, und am Ende sollen mehr Roboter von ihm auf der Erde leben als Menschen. Gleichzeitig verspricht er uns den großen Überfluss – Roboter machen die ganze Arbeit, und alle haben genug von allem.

Die konkreten Zahlen sind atemberaubend. Tesla will 2026 mit der Produktion beginnen und innerhalb von fünf Jahren auf eine Jahresproduktion von einer Million Optimus-Robotern kommen. Der Preis soll bei etwa 20.000 bis 30.000 Dollar liegen. Allein das wäre ein Umsatz von 30 Milliarden Dollar pro Jahr.

Eine Million Roboter pro Jahr, irgendwann mehr Roboter als Menschen, und alle leben im Schlaraffenland. Klingt nach der ultimativen Zukunft.

Die Realität – was wirklich passiert

Das Produktions-Debakel

Im Januar 2026 musste Musk selbst zugeben, dass die anfängliche Produktionsrate "quälend langsam" sein wird. Für jemanden, der jahrelang von Millionen Robotern geredet hat, ist das eine bemerkenswerte Kehrtwende. Die Gründe sind einfach: Fast alles am Optimus ist neu, es gibt keine etablierte Lieferkette für humanoide Roboter, und die Komponenten müssen größtenteils selbst entwickelt werden.

Interne Quellen aus der Lieferkette sagen, dass Tesla nur Teile für etwa 1.200 Roboter bestellt hatte – und die Produktion dann sogar gestoppt wurde. Von den angekündigten 5.000 bis 10.000 Robotern für 2025 ist man meilenweit entfernt.

Die Arbeit, die er nicht leistet

Musk hat jahrelang erzählt, dass Optimus bereits in Teslas Fabriken arbeitet. Die Realität sieht anders aus: Kein einziger Optimus-Roboter verrichtet derzeit produktive Arbeit in Teslas Fabriken. Sie sind reine Forschungsprojekte, die gerade mal lernen, einfache Aufgaben zu beobachten. Musk selbst musste im Januar 2026 zugeben, dass sie nur einfache Aufgaben machen und sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden.

Die Fabrikroboter, die er in Videos gezeigt hat? Oft ferngesteuert, nicht autonom. Die Hand, die so geschickt sein soll? Hat massive Probleme mit Haltbarkeit – die elektronische Haut nutzt sich ab, die Sehnen reißen, die Motoren überhitzen. Das ist keine Produktionsreife, das ist Experimentierstadium.

Der Überfluss, der nie kommt

Wenn Roboter die ganze Arbeit machen, leben wir alle im Paradies? Die Rechnung ist nur: Wer besitzt die Roboter? Nicht die Menschen, nicht die Arbeiter, sondern die Konzerne, die sie bauen und einsetzen. Tesla will eine Million Roboter pro Jahr verkaufen – zu 30.000 Dollar das Stück. Das sind 30 Milliarden Dollar Umsatz, die nicht bei den Arbeitern landen, sondern bei den Aktionären.

Die Arbeitsplätze, die durch Roboter ersetzt werden, fallen weg. Die Menschen haben keine Arbeit mehr, kein Einkommen – und von Überfluss ist nichts zu sehen, es sei denn, man zählt den Überfluss an Reichtum für diejenigen, die die Roboter besitzen. Das ist kein Paradies, das ist eine neue Form von Feudalismus.

Die Konkurrenz schläft nicht

Während Tesla mit Optimus noch in den Startlöchern steht, liefern andere längst. China dominiert bereits den Markt für humanoide Roboter – etwa 90 Prozent der weltweit verkauften Roboter kommen von dort. Unitree, ein chinesisches Unternehmen, hat 2025 bereits 5.500 Roboter verkauft, Agibot 5.168. Tesla hat noch nicht einen einzigen verkauft – abgesehen von einem Spielzeug im Tesla-Store.

Die Chinesen haben mehrere Vorteile: staatliche Unterstützung, eine ausgereifte Lieferkette und aggressive Preise. Musk hat das selbst eingeräumt: "Es besteht kein Zweifel, dass der größte Wettbewerb im Bereich humanoider Roboter aus China kommen wird." Aber während die Konkurrenz liefert, redet Musk noch.

Die Ungereimtheiten in seinen Versprechen

Im März 2025 sagte Musk noch, Tesla wolle 2025 5.000 Roboter produzieren. Ein Jahr später, Anfang 2026, sind es null. Er sprach von einer Produktionssteigerung um das Zehnfache pro Jahr – erst 5.000, dann 50.000, dann 500.000. Aber die Realität ist, dass nicht einmal die ersten 5.000 erreicht wurden.

Im Januar 2026 sagte er, die Produktion werde "quälend langsam" sein. Eine krasse Untertreibung für ein Projekt, das eigentlich schon längst hätte liefern sollen.

Der Widerspruch in seinem Weltbild

Musk warnt seit Jahren vor den Gefahren der KI. Sie könnte die Menschheit bedrohen, sagt er, und wir müssen vorsichtig sein. Gleichzeitig baut er die größte Roboterflotte der Welt, die Arbeitsplätze vernichten wird. Er erzählt vom Überfluss, aber seine eigenen Produkte werden dafür sorgen, dass die Reichen reicher werden und die Armen arbeitslos.

Technologie kann befreien, aber nur, wenn die Früchte gerecht verteilt werden. Musk redet von Befreiung, aber seine Geschäftsmodelle zielen auf maximale Profite für die Aktionäre. Das ist kein Visionär, das ist ein Geschäftsmann, der seine wahren Absichten hinter großen Worten versteckt.

Die Ironie

Stell dir vor, wir hätten tatsächlich eine Million Roboter pro Jahr. Wer würde sie bekommen? Die, die sie sich leisten können. Wer würde ihre Arbeit machen? Niemand – die Arbeit ist ja weg. Und wovon sollen die Menschen leben, die keine Arbeit mehr haben? Von der Gnade der Roboterbesitzer?

Das ist nicht die Zukunft, die Musk verspricht. Es ist eine Zukunft, in der die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter aufgeht, in der ein paar wenige Milliardäre noch reicher werden, während die Massen um die Reste kämpfen.

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