*Open Source*
Projekt Argus
In einer Höhe von etwa 30 bis 40 Kilometern über der Erde könnten wartbare Satellitenplattformen betrieben werden. Getragen und in Position gehalten durch Wasserstoff, eröffnen sie völlig neue Möglichkeiten – sowohl für die Beobachtung der Erde als auch für den Blick ins All.
Die Auflösung solcher Plattformen wäre deutlich höher als die heutiger Satelliten. Ähnlich wie die Rezeptoren im menschlichen Auge würde jeder einzelne Satellit zur Gesamtwahrnehmung beitragen. Ein Netzwerk dieser Art könnte unsere Fähigkeit, die Welt und das Weltall zu beobachten, massiv verbessern.
Astronomische Beobachtungen ließen sich über lange Zeiträume hinweg unter optimalen Bedingungen durchführen. Im Prinzip könnte jeder Interessierte den Sternenhimmel so sehen, wie es heute nur großen Observatorien möglich ist.
Zusätzlich wäre über solche Plattformen ein extrem schnelles Internet realisierbar – schneller als Glasfaser. Allein das würde vielen Ländern völlig neue wirtschaftliche und gesellschaftliche Möglichkeiten eröffnen.
Tourismus – Teil von Projekt Argus
In dieser Höhe, bei gutem Wetter, hätten Menschen erstmals die Möglichkeit, einen Blick auf die Erde zu werfen, wie er bislang kaum vorstellbar war. Kein Raketenstart, kein wochenlanges Training, kein extremes Risiko. Einfach hinauffahren, staunen, zurückkehren.
Ägis (Aegis) – Dritter Teil von Argus
Eine Railgun, platziert im niedrigen Erdorbit (LEO), könnte gezielt gefährlichen Weltraumschrott aus der Umlaufbahn entfernen. Noch wichtiger: Sie könnte Asteroiden, die sich auf Kollisionskurs mit der Erde befinden, frühzeitig ablenken.
Durch die hochauflösende Sensorik von Argus wäre eine deutlich präzisere Zielerfassung möglich als mit heutigen Systemen. Die Railgun selbst würde mit Wasser beladen – nicht nur zur Kühlung, sondern auch, um den Rückstoß des Abschusses auszugleichen. So bleibt sie stabil in ihrer eigenen Umlaufbahn, ohne nach jedem Schub unkontrolliert abzudriften.
Vierter Teil – noch namenlos
Aus 30 bis 40 Kilometern Höhe würden sich Raketen starten lassen, die deutlich kleiner und leichter ausfallen könnten als heutige Modelle. In dieser Höhe ist ein Großteil der Erdanziehung und des Luftwiderstands bereits überwunden. Grobe Berechnungen deuten darauf hin, dass solche Raketen bis zu 50 Prozent kleiner konstruiert werden könnten.
Starts wären nicht nur kostengünstiger, sondern auch sicherer und umweltschonender. Die Rakete müsste nicht mehr die gesamte Erdatmosphäre durchdringen – sie startet bereits oberhalb des dichtesten Teils.
Langfristige Perspektive
Wenn alle Teile dieses Systems gemeinsam betrieben würden, könnte daraus ein völlig neues Transportsystem entstehen. Sobald die Technik beherrscht wird, wäre es denkbar, Fracht zumindest innerhalb unseres Sonnensystems effizient zu transportieren. Argus wäre dann nicht nur ein Beobachtungsnetzwerk, sondern das Rückgrat einer neuen Ära der Raumfahrt.
*Open Source*
Ethik wäre bei dieser Art von Raumfahrt der einzig tragfähige Weg. Ein einzelnes Land könnte ein solches Programm vermutlich nicht allein umsetzen – nicht weil die Technik zu komplex wäre, sondern weil andere Staaten sich sehr wahrscheinlich dagegenstellen würden.
Genau hier setzt der Vorschlag an: Dieses Raumfahrtprogramm müsste die Welt als Ganzes berücksichtigen. Gerade darin liegen jedoch auch seine großen Vorteile, denn langfristig würde sich ein solches System genau aus diesem Grund durchsetzen.
Ich persönlich habe frühere Raumfahrtprogramme teilweise als sehr gelungen empfunden, insbesondere die internationale Zusammenarbeit rund um die ISS. Ich denke, damit stehe ich nicht allein. Menschen können enorm viel erreichen, wenn sie sich wenigstens in einer Sache gemeinsam verbinden.
Diese Technologie würde daher ein umfassendes ethisches Rahmenprogramm erfordern – ebenso wie die Beteiligung möglichst vieler Länder.
Länder welche dieses Netzwerk für militärische zwecke missbrauchen können für 2 Jahre ausgeschlossen werden und jedes teilnehmende Land hat ein Vetorecht.